Programmieren Motorola Funkgerät GM340 als Repeater

Um das Funkgerät als Amateurfunkrepeater (FM) zu nutzen, muss das Gerät etwas umprogrammiert werden. Die Frequenzen und die Anschlüsse (PINs) müssen eingerichtet werden. Aber auch die Sendeleistung muss festgelegt und überflüssige Funktionen abgeschaltet werden. Schließlich werden diese Funkgeräte im kommerziellen Bereich genutzt und die dort notwendigen Leistungsmerkmale brauchen wir im Amateurfunk nicht.

Das Relais DBØBRB wurde mit zwei Funkgeräten GM340 aufgebaut. Ein Gerät ist der Sender (TX) und das zweite Gerät ist der Empfänger (RX). Da das Frequenzpaar dicht zusammen liegen muss ein Antennenkoppler eingesetzt werden. Die Steuerung des Relais übernimmt ein Raspi 3+. Auf dem Raspi wird eine Platine gesteckt die den Anschluss über SVXLink an das FM-Funknetz ermöglicht. Diese Platine ist das Elenata Board von DK1LO Andy (externer Link). Damit ist es möglich FM Relais, auch auf unterschiedlichen Fequenzen, zusammenzuschalten.

Für die Verbindung vom Funkgerät (auf der Rückseite befindet sich der Stecker) zum Elenata Board (auf dem Board befindet sich eine Steckerleiste) sind folgende Anschlüse herzustellen:

GM340
  • PTT (Sendetaste)
  • SQL (Squelch – Täger erkannt)
  • Audiosignal für Empfang (RX)
  • Audiosginal für das Senden (TX)
  • GND (Masseverbindung)
  • 12 Volt + (Funkgerät schaltet sich selbst wieder ein, wenn die 12 Volt anliegen)
Stecker PINs

Die Verbindung zum Raspi erfolgt durch die Steckerleiste. Somit brauchen hier keine Anschlussdrähte gelötet werden. Die Belegung der GPIO erfolgt in einer Linux Konfigurationsdatei. Wie dies erfolgt beschreibt Andy DK1LO.

Einige PINs am Funkgerät sind fest belegt. Andere können über die Software frei gewählt werden. Diese werden im Programmierprogramm auf der Seite „Universal E/A-Leitungen“ eingestellt.

Feste PINs (Nutzung)Variable PINs (wird bei mir genutzt)
5 (TX Audio)3 (Sprach- & Daten-PTT)
11 (RX Audio)4 (SQL – Squelch)
7 GND (Masse)
10 (12 Volt + Wakeup)6, 8, 9, 12, 14
PINs GM340

Die Steuerung der PINs erfolgt über den Pegel (High / Low) bzw. (Hoch / Niedrig). Die PTT benötigt eine positive Spannung um auf senden zu gehen. Die Squelch hingegen benötigt ein Null-Pegel. Bilder kommen noch.

Die Programmierung der Geräte erfolgt über die Mikrofonbuchse auf der Vorderseite. Mittels FTDI TTL Pegelwandler und einer kleinen Schaltung verbindet man den Computer mit dem Funkgerät.

Die Installation der Programmiersoftware lief bei mir nur auf einem alten XP-Rechner. Die Funktion der Software ist bei vielen gleich. Zuerst liest man die Daten aus dem Funkgerät aus. Speichert diese als Datei. Dann ändert man die Einstellung und speichert diese Datei unter einem neuen Dateinamen ebenfalls ab. Damit ist gewährleistet, dass man immer zu einen funktionierenden System zurückkehren kann. Nun kann man die neue Einstellung wieder auf das Funkgerät schreiben.

Die wichtigsten Einstellungen sind die Frequenzen und die PINs.

Sendefrequenz
Empfangsfrequenz
PINs im Empfänger

Im Sender brauch nur der PIN 3 (Sprach- & Daten-PTT) eingestellt werden. Schließlich geht der Empfänger ja nicht auf senden. Auch wenn bei den PINs etwas eingestellt ist, erzeugt das eigentlich keine Probleme solange man die Stifte nicht belegt.

Wie zu erkennen ist, ist am Stecker für den Sender nur der Pin3 (PTT), Pin5 (NF), Pin7 (GND) und Pin10 (12V+ Wakeup) angeschlossen. Am Empfängerstecker sind die Pins4 (SQL), Pin7 (GND), Pin10 (12V+ Wakeup) und Pin11 (NF) angeschlossen. Die Pins 13 und 15 wurden für ein andere Nutzung (MMDVM) verwendet. Jetzt sind sie nutzlos, stören aber auch nicht. An Pin4 ist jetzt ein Draht (SQL) dran. Bei der Erstellung des Fotos fehlte er noch. Achtet bitte auf die richtige Zählweise der Pins. Der Stecker ist etwas kleiner als die Stiftleiste. Der Stecker muss in der Mitte eingesteckt werden.

73, Lutz

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